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Psychomotorikgruppen

Liebe Eltern, Lehrer und Erzieher!
  • Die typischen Verhaltensweisen von ADS Kindern kennt jeder - aber die wenigsten erkennen darin Symptome von ADS.
  • Es gibt ADS- Kinder mit Hyperaktivität ( die "Zappelphilippe" ) und ohne Hyperaktivität ( die "Träumer" ).
  • Im Säuglingsalter und im Kindergartenalter werden ADS- Kinder mit Hyperaktivität meist als besonders anstrengend erlebt, ohne dass jemand dabei an ADS denkt.
    Die ADS- Kinder ohne Hyperaktivität wirken sehr angepasst und fallen weniger auf.
  • Die meisten ADS- Kinder werden erst in der Schulzeit "auffällig" und zum "Problemkind" erklärt - besonders dann, wenn es trotz guter Intelligenz, Lernmisserfolge und Frust gibt.
  • ADS ist kein Erziehungsfehler und keine gewollte Marotte der Kinder. ADS ist eine Störung der Informationsverarbeitung im Gehirn.
  • Ca. 8 % aller Kinder in Deutschland haben ein ADS. Das sind über 1 Million Kinder bzw. 2 Kinder in jeder Schulklasse.

Als ganzheitliches Konzept trägt es bei der Entwicklungsförderung und zur speziellen Intervention bei Kindern und Jugendlichen mit Entwicklungsstörungen bzw. - Verzögerungen und Verhaltensstörungen bei. Ziel der Förderung ist die optimale, selbständige Handlungsfähigkeit, die durch Ich-, Sach- und Sozialkompetenz gezeichnet ist.

Gruppenbehandlungen müssen auf Grund der Diagnostik der Entwicklung und symptomatischen neurologischen bzw, psychischen Störungen unbedingt auf die individuellen Therapieschritte festgelegt werden. Die Gruppenzusammenstellung erfolgt nicht nur nach gemeinsamen Förderschwerpunkten der Kinder, sondern nach ihrem Entwicklungsstand und der möglichen Entwicklungsgeschwindigkeit der Kinder.

Die Psychomotorik- und sensomotorisch perzeptive Behandlung erfolgt durch zahlreiche Spielsituationen, Bewegungs- und Gestaltungsformen. In der Anfangssituation üben die Eltern mit ihrem Kind. So werden sie durch therapeutische Interaktionen auf die Schwierigkeiten aufmerksam gemacht und bei den Übungen in der Förderung und beim Vervollständigen der Wahrnehmungs- und Bewegungsintegration angeleitet. Kinder und Eltern können gemeinsam ein vielfältiges und verbessertes Repertoire an Handlungsstrategien und Lösungsmustern in der Auseinandersetzung mit der Umwelt erlernen.

Das Voranschreiten im Therapieprogramm lichtet sich nach dem Fortschritt des einzelnen Kindes oder in der Gruppe miteinander. Die Situation, dass Eltern und Kind sich miteinander bewegen und spielen, muss räumlich gegeben sein. Die individuelle Zielsetzung wird mit den Eltern an Hand ihrer Wünsche und Erwartungen formuliert und nach den Fähigkeiten des Kindes mit den Möglichkeiten der Familie vereinbart. Unsere Bedingungen sind diesbezüglich nur auf Vorschulkinder und Kinder der Grundschule begrenzt. Erst in den weitern Phasen gewinnen die Bewegungs- und Spielthemen der Kinder miteinander mehr und mehr an Bedeutung. Die Beratung der Eltern, gegebenenfalls der Lehrer und Erzieher wird dann nach Bedarf oder 1 - 2 mal im Halbjahr angeboten.
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