Psychomotorikgruppen

Liebe Eltern, Lehrer und Erzieher!

Das psychomotorisches Konzept unterstützt in der Entwicklungsförderung und trägt zur speziellen Intervention bei Kindern und Jugendlichen mit Entwicklungsstörungen bzw. – Verzögerungen und Verhaltensstörungen bei. Ziel der Förderung ist die optimale, selbständige Handlungsfähigkeit, die durch Ich-, Sach- und Sozialkompetenz gezeichnet ist.


Gruppenbehandlungen müssen auf Grund der Diagnostik der Entwicklung und symptomatischen neurologischen bzw, psychischen Störungen unbedingt auf die individuellen Therapieschritte festgelegt werden. Die Gruppenzusammenstellung erfolgt nicht nur nach gemeinsamen Schwerpunkten der Kinder, sondern nach ihrem Entwicklungsstand und der möglichen Entwicklungsgeschwindigkeit der Kinder. Die Psychomotorik- und sensomotorisch perzeptive Behandlung erfolgt durch zahlreiche Spielsituationen, Bewegungs- und Gestaltungsformen. In der Anfangssituation üben die Eltern mit ihrem Kind. So werden sie durch therapeutische Interaktionen auf die Schwierigkeiten aufmerksam gemacht und bei den Übungen in der Förderung und beim Vervollständigen der Wahrnehmungs- und Bewegungsintegration angeleitet. Kinder und Eltern können gemeinsam ein vielfältiges und verbessertes Repertoire an Handlungsstrategien und Lösungsmustern in der Auseinandersetzung mit der Umwelt erlernen.


Das Voranschreiten im Therapieprogramm lichtet sich nach dem Fortschritt des einzelnen Kindes oder in der Gruppe miteinander. Die Situation, dass Eltern und Kind sich miteinander bewegen und spielen, muss räumlich gegeben sein. Die individuelle Zielsetzung wird mit den Eltern an Hand ihrer Wünsche und Erwartungen formuliert und nach den Fähigkeiten des Kindes mit den Möglichkeiten der Familie vereinbart. Unsere Bedingungen sind diesbezüglich nur auf Vorschulkinder und Kinder der Grundschule begrenzt. Erst in den weitern Phasen gewinnen die Bewegungs- und Spielthemen der Kinder miteinander mehr und mehr an Bedeutung. Die Beratung der Eltern, gegebenenfalls der Lehrer und Erzieher wird dann nach Bedarf oder 1 – 2 mal im Halbjahr angeboten.

Sensomotorisch-perzeptive Behandlungen für Kinder

Folgende ärztliche Diagnose führe zu Verordnung von Ergotherapie:


  • Störungen der Entwicklung, Regulation und Beziehungsfähigkeit im ersten Lebensjahr
  • Bewegungsstörungen und Muskelerkrankungen
  • angeborene Fehlbildungen
  • Unfallschäden
  • Anfallsleiden
  • Epilepsie
  • minimale cerebrale Dysfunktion
  • Autismus
  • Störungen der sensorischen Integration und der Perception
  • angeborene und erworbene geistige Behinderungen
  • Entwicklungsverzögerungen


Wer wird ergotherapeutisch behandelt?

Kinder und Jugendliche mit


  • körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklungsrückständen
  • Störungen (oder Ausfällen) des Bewegungsapparates
  • Störungen der Aufnahme und Verarbeitung von Sinnesreizen
  • Gesundheitsprobleme (z.B. Allergien, Asthma usw.)
  • äußeres Erscheinungsbild (zu groß, zu klein, zu ungeschickt für sein Alter)
  • Unklarheit des Händigkeitsprofils
  • Verhaltensstörungen in Form von übermäßiger Angst, Aggression, Abwehr, Passivität oder
  • Hyperaktivität
  • Schlafstörungen
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Verdauungs- und Eßstörungen
  • Migräne und Kopfschmerzen

Welche Ziele verfolgt die Ergotherapie?

  • größtmögliche Selbständigkeit im Alltag, in der Schule und im weiteren Umfeld
  • Entwicklung und Verbesserung der motorischen Fähigkeiten
  • Entwicklung und Verbesserung der koordinativen Anpassungen
  • Entwicklung und Verbesserung Psychomotorik und Tempo
  • Wahrnehmungsfähigkeit aller fünf Sinnesbereiche und Kommunikative Fähigkeiten
  • Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Frustrationstoleranz, Ausdauer und Belastbarkeit
  • Vermeidung von Folgeschäden und Entwicklungsverzögerungen

Therapieansätze in der Ergotherapie

Das therapeutische Vorgehen muss flexibel sein. denn das Bild der Entwicklungsverzögerungen, der geistigen oder genetischen Entwicklungsstörungen, der Stoffwechselerkrankungen, der autistischen Züge und des Autismus, ist sehr unterschiedlich.

Nach detaillierter Symptomatik, evidenten Entwicklungsstand, Alter und Empfänglichkeit werden verschiedene Therapieansätze zusammengeführt. Möglichkeiten sind die Sensorische Integrationstherapie, psychomotorische Gruppen, Therapie nach Bobath.Das Hirnleistungstraining wird gesondert aufgeführt.

Dauer der Ergotherapie bei Entwicklungsstörungen in Wahrnehmung und Motorik, AD(H)S und Autismus kann sehr unterschiedlich mit fokussierter Kurztherapie und längerfristiger Zielen ausfallen.

Es gibt Methoden, die speziell für autistische Menschen entwickelt wurden, wie zum Beispiel TEACCH (die Arbeit mit visuellen Anweisungen und Gliederungshilfen) und weitere spezielle Formen der Wahrnehmungsförderung.

Die Dauer der Ergotherapie bei Autismus richtet sich nach den individuellen Zielen der Betroffenen und dauert meist mehrere Jahre. Weitere Berufsgruppen geben parallel notwendige Angeboten, die sich durch sprachliche Förderung, soziale, heilpädagogische, musiktherapeutische, verhaltenstherapeutische und familientherapeutische Methoden unterscheiden.


Die Betroffenen sollen auf jeden Fall zum Auslauf und zum Abschluss der Therapie soweit gestärkt sein, dass sie weniger spezifische Hilfsangebote in Anspruch nehmen können/ müssen.


In der anschließenden Entwicklung kann es zu Situationen kommen, zum Beispiel ein Umzug, die Pubertät oder andere Veränderungen im Leben, die eine Wiederaufnahme der Therapie erforderlich werden lassen.


Nach ärztlicher Verordnung erfolgt die Kostenübernahme der Behandlungen und Beratungen durch alle Kassen.

Sensomotorisch- perzeptive Beh. für Jugendl. und Erwachsene

Diese Behandlungsform dient der zielgerichteten Therapie von Entwicklungs- oder krankheitsbedingter Störungen, z. B. in der Aufnahme,- Weiterleitung, Verarbeitung- und Umsetzung der Sinneswahrnehmungen, mit entsprechender Beeinträchtigung von motorischen, psychischen und kognitiven Funktionen. Das Wiedererlangen sowie der Erhalt der Handlungsfähigkeit und damit größtmöglicher Selbständigkeit und Unabhängigkeit von Hilfen und Hilfspersonen im täglichen Leben und im Beruf werden mit Ihnen angestrebt . Zur bestmöglichen Genesung und Wiedererlangung der Handlungsfähigkeit legen die Therapeutinnen meiner Praxis viel Wert auf die Entwicklung der Motivation und Selbst- Heilungskräfte. In der Behandlung erfolgen entsprechend Gespräche und Angebote zur Entlastung und Entspannung.


Die sensomotorisch- perzeptive Behandlung kommt vorrangig bei neurologischen Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems, also des Gehirns, des Rückenmarks und Nerven im Körper, zur Anwendung:


  • Schlaganfall
  • Schädel- Hirn- Verletzungen (z.B. nach Unfall)
  • Rückenmarksverletzungen und -erkrankungen ( z.B. Querschnittlähmung)
  • Morbus Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • Polyneuropathie u.a


Mit diesen Funktionsstörungen/Schädigungen können Patienten zu uns kommen:


  • Störungen der Körperhaltung, Körperbewegung und Koordination
  • Störung der Aufnahme, Weiterleitung und Verarbeitung von Wahrnehmungsreizen (Störung der Sensorischen Integration)
  • Schädigung der geistigen und psychischen Funktionen/ Stimmungen
  • Einschränkung des Gesichtsfeldes in Verbindung mit und ohne Neglect
  • Einschränkungen der kognitionsstützenden und höheren kognitiven Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Konzentration, Ausdauer, psychomotorisches Tempo und Qualität Handlungsfähigkeit und Problemlösung einschl. der Praxis


Mit welcher Leitsymptomatik werden sie sensomotorisch – perzeptiv behandelt?


  • Fähigkeitsstörungen in der Beweglichkeit und Geschicklichkeit
  • Einschränkung in der Selbstversorgung
  • Fähigkeitsstörungen in der Alltagsbewältigung
  • Störungen im Verhalten
  • Schwierigkeiten in der zwischenmenschlichen Interaktion /Kommunikation


Behandlung

In unserer Praxis behandeln wir unsere Patienten in allen Altersstufen unter Beachtung ihrer körperlichen, psychischen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten in Interaktion mit der Umwelt. Wir arbeiten in Anlehnung an das aktuelle Praxismodell CMOP (Canadian Model of Occupational Performance). Nach einem Erstgespräch und einer umfangreiche Befunderhebung werden die Behandlungsziele gemeinsam mit Ihnen und gegebenenfalls mit Ihren Angehörigen aufgestellt und richten sich nach Ihren individuellen Bedürfnissen. Daraufhin erfolgt die Behandlungsplanung und die Therapie wird eingeleitet.
Wir analysieren die therapeutischen Ziele gemeinsam mit dem Patienten, erarbeiten unter therapeutischer Sicht das realistische Ziel? Entsprechend erstellen wir einen Therapieplan zur Fokussierung der voraussichtlich erreichbaren Ziele und die notwendigen Maßnahmen. Die Behandlung findet in unseren Praxisräumen und bei verordnetem Hausbesuch auch in Ihrem häuslichen Umfeld statt. Es werden verschiedene Behandlungsmethoden nach Maßgabe des Heilmittelkataloges entsprechend der Diagnose angeboten.

Therapeutische Ziele

  • Entwicklung und Verbesserung der basalen Sinneswahrnehmung
  • Entwicklung und Verbesserung visueller und auditiver Wahrnehmung
  • Koordination und Umsetzung von Sinneswahrnehmungen (sensorische Integration)
  • Entwicklung und Verbesserung der Körperwahrnehmung, des Körperschemas
  • Entwicklung und Verbesserung der Sensomotorik, der Gleichgewichtsfunktionen und der Haltung
  • Verbesserung und Erhalt der Koordination, der Beweglichkeit, der Mobilität und Fortbewegung
  • Entwicklung und Verbesserung der Grob- und Feinmotorik
  • Verbesserung der graphomotorischen Funktionen
  • Besserung und Erhalt der Mund- und Essmotorik
  • Entwicklung und Verbesserung der Serialleistung
  • Hemmung und Abbau pathologischer Haltungs- und Bewegungsmuster und Bahnen normaler Bewegungen und Koordination von Bewegungsabläufen
  • Erlangung von Handlungs- und Alltagskompetenzen, Fähigkeiten des täglichen Lebens, auch unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Hilfsmittel
  • Kompensation nicht entwickelter oder verlorengegangener Funktionen, Erlernen von Ersatzfunktionen
  • Verbesserung der Ausdauer und Belastungsfähigkeiten
  • Umgang im Gebrauch von Alltagshilfen
  • Verbesserung sozioemotionaler Kompetenzen
  • Entwicklung und Verbesserung des situationsgerechten Verhaltens und der zwischenmenschlichen Beziehungen
  • Erlangen der Grundarbeitsfähigkeiten
  • Angehörigenberatung und -anleitung

Behandlungsansätze und Methoden

Wir arbeiten unter Einsatz verschiedener Medien und Therapiemittel nach verschiedenen Konzepten: unter anderem nach dem Bobath – Konzept, dem Perfetti – Konzept, dem Affolter – Konzept, dem PNF- Konzept, nach Ayres, nach Frostig oder anderen. Das behutsame Erweitern der Tätigkeitsfelder im Alltag steht in der Behandlung im Vordergrund. Beim ATL- Training kann für eine Person der selbständige Toilettengang, für eine andere das Autofahren oder Fahrradfahren von herausragender Bedeutung sein. Vielleicht sind es aber auch Tätigkeiten wie das Essen mit Messer und Gabel oder das unabhängige Einkaufen.


Zur Leistung gehören:


  • wahrnehmungsfördernde Behandlungsmethoden
  • Stimulation, Stabilisierung und Differenzierung der basalen, sensomotorischen Fähigkeiten
  • Sensorische Integration
  • funktionelle, handwerkliche, spielerische und gestalterische Behandlungstechniken
  • Behandlung auf neurophysiologischer Grundlage
  • Mund- und Esstherapie
  • Selbsthilfetraining
  • Methoden zur Verbesserung der sozialen Wahrnehmung, des kommunikativen und interaktiven Verhalten, z.B. Rollen und Regelspiele
  • Training mit Technischen Hilfen, auch am PC, z.B. Cogpack
  • vorberufliches Training und Belastungsprogramme
  • Beratung zur Integration in das häusliche und soziale Umfeld


Die Kosten werden je nach Indikationsschlüssel von allen Krankenkassen für 20 – 60 Behandlungseinheiten übernommen. Die für Heilmittel gesetzlich vorgeschriebene Eigenbeteiligung beträgt 10 % sowie eine Zuzahlungspauschale von 10 € pro Verordnung. Kinder sind grundsätzlich von Gebühren befreit.


Auf Ihren Wunsch hinnehmen wir auch Kontakt zu Institutionen wie Beratungsstellen, Tageskliniken, Tagesstätten, Pflegediensten oder Selbsthilfegruppen auf, um die erforderlichen Maßnahmen abzustimmen.

Psychisch funktionelle Behandlung

Wer wird ergotherapeutisch behandelt?

Kinder und Erwachsene mit


  • psychotischen, neurotischen und psychosomatischen Störungen
  • Suchterkrankungen
  • altersbedingtem Funktionsabbau


Einer Behandlung geht eine umfangreiche individuelle Anamnese voraus. Wir analysieren die therapeutischen Ziele gemeinsam mit dem Patienten:


  • Welche Fähigkeiten sind von Ihnen erwünscht und voraussichtlich und schrittweise zu entwickeln?
  • Welche Maßnahmen sind hierfür notwendig?
  • Was ist aus therapeutischer Sicht ein realistisches Ziel?
  • Welche Grenzen sind anzunehmen, zu erweitern oder neu zu definieren?


Darauf aufgebaut erfolgt der individuelle Behandlungsverlauf mit entsprechend zielgerichtetem Maßnahmeplan. Die Wiedererlangung möglicher Funktionen und die Erarbeitung von Ressourcen erhalten in der Behandlung eine wesentliche Rolle. So kann es darum gehen die Krankheiten und Störungen zu akzeptieren, Situationen zu erfassen und Zustände unvoreingenommen und offen zu bewältigen. In gezielten Aktivitäten werden Sie mental begleitet. In der Behandlung können durch die Prozesse Selbstvertrauen und Handlungskompetenz entwickelt werden, neue Wege zu gehen und soziale Verbindungen und Kommunikationsmöglichkeiten herzustellen.


Die Behandlung psychischer Erkrankungen erfolgt in Einzel- oder Gruppenbehandlung:


  • Schizophrenie
  • Schizotype und wahnhafte Störungen
  • Affektive Störungen
  • Angststörungen
  • Eßstörungen
  • Depression
  • Burn- Out- Syndrom
  • Schlafpropleme
  • Kopfschmerzen/ Migräne
  • Tinitus
  • Morbus Alzheimer


Mit diesen Funktionsstörungen/Schädigungen können Patienten zu uns kommen:


  • Probleme durch Bewegungseinschränkungen und psychomotorische Probleme
  • Störung der Aufnahme, Weiterleitung und Verarbeitung von Wahrnehmungsreizen
  • Die Orientierung zu Raum, Zeit und Person
  • Störungen im psychomotorischen Tempo
  • Antriebs- und Willensstörungen
  • Einschränkung im Realisationsbewusstsein und der Selbsteinschätzung
  • Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit, Gedächtnis oder Lese- Sinn- Verständnis
  • Neuropsychologischen Defiziten wie z.B. Ordnen, das Nachvollziehen von Teilschritten einer Handlung, das Erkennen von Gegenständen oder das Erfassen von Räumen, Zeit und Personen
  • Sozio- emotionalen Veränderungen unter anderem in den Bereichen der Steuerung von Emotionen, der Affekte oder bei der Gestaltung von Kommunikation

Behandlung

In unserer Praxis behandeln wir unsere Patienten in allen Altersstufen unter Beachtung ihrer psychischen, körperlichen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten in Interaktion mit der Umwelt. Wir arbeiten in Anlehnung an das aktuelle Praxismodell CMOP (Canadian Model of Occupational Performance). Nach einem Erstgespräch und einer umfangreiche Befunderhebung werden die Behandlungsziele gemeinsam mit Ihnen und gegebenenfalls mit Ihren Angehörigen aufgestellt und richten sich nach Ihren individuellen Bedürfnissen. Daraufhin erfolgt die Behandlungsplanung und die Therapie wird eingeleitet.

Die Behandlung findet in unseren Praxisräumen und bei verordnetem Hausbesuch auch in Ihrem häuslichen Umfeld statt. Es werden verschiedene Behandlungsmethoden nach Maßgabe des Heilmittelkataloges entsprechend der Diagnose angeboten.

Welche Ziele verfolgt die Ergotherapie?

  • Verbesserung von Defiziten im affektiven, kognitiven und sensomotorischen Bereich
  • Förderung der individuellen Wahrnehmungsfähigkeiten
  • Verbesserung der Kontakt- und Kommunikationsfähigkeiten
  • Erwerb von sozialen Kompetenzen
  • Verbesserung von Ausdrucksfähigkeiten
  • Wiedereingliederung in den Wohn- und Arbeitsbereich

Zur Leistung zählen insbesondere:

  • handwerkliche, gestalterische und spielerische Methoden
  • Methoden zur Verbesserung der sozialen Wahrnehmung, des kommunikativen und interaktiven Verhalten, z.B. Rollen- und Regelspiele
  • Methoden zur Verbesserung der Körper und Selbstwahrnehmung- und Verarbeitung
  • Training der Selbsthilfefähigkeiten
  • Realitätsorientierungsprogramme
  • Methoden zur Entwicklung der Selbstsicherheit und Bewältigungsstrategien
  • Training des sozialen Verhaltens und kognitive Trainingsprogramme, z.B. Cogpack, Rechtschreibtrainer, Hirnleistungstraining
  • vorberufliches Training und Belastungsprogramme
  • Training der eigenaktiven Tagesstukturierung
  • Beratung zur Integration in das häusliche und soziale Umfeld


Die Kosten werden je nach Indikationsschlüssel von allen Krankenkassen für 20 – 60 Behandlungseinheiten übernommen. Die für Heilmittel gesetzlich vorgeschriebene Eigenbeteiligung beträgt 10 % sowie eine Zuzahlungspauschale von 10 € pro Verordnung. Kinder sind grundsätzlich von Gebühren befreit.

Auf Ihren Wunsch hin nehmen wir auch Kontakt zu Institutionen wie Beratungsstellen, Tageskliniken, Tagesstätten, Pflegediensten oder Selbsthilfegruppen auf, um die erforderlichen Maßnahmen abzustimmen.

Motorische, funktionelle und lebenspraktische Behandlung

Diese Behandlungsform dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der motorischen Funktionen und den daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen. Das Wiedererlangen sowie der Erhalt der Handlungsfähigkeit und damit größtmöglicher Selbständigkeit und Unabhängigkeit von Hilfen und Hilfspersonen im täglichen Leben und im Beruf werden mit den Patienten angestrebt. Eine wesentliche Grundlage zur bestmöglichen Genesung und Wiedererlangung der Handlungsfähigkeit ergibt sich aus der innerlichen Entscheidung, Bereitschaft und der aktiven Beteiligung an der Behandlung. Die TherapeutInnen in meiner Praxis legen also viel Wert auf Gespräche und Beratungen zur Entlastung.


Welche ärztlichen Diagnosen führen zur Verordnung von motorisch funktioneller Behandlung:


Vorrangig für Patienten aus der orthopädischen und chirurgischen Behandlung oder Rehabilitation ist diese Behandlung häufig zu empfehlen bei:


  • Wirbelsäulenerkrankungen: z.B. Morbus Bechterew, rheumatoide Arthritis mit Befall der
  • Wirbelsäule, WS- Frakturen, Skoliose, Osteoporose, Osteochondrose
  • Unfall-, Gelenk- und Wiederherstellungschirurgie: z.B. Verbrennungen, Z.n. operativer Versorgung, Kontrakturen, Narben, Handfunktionsstörungen, Handverletzungen, Traumatische Schädigungen
  • Sympatische Reflexdystrophie (SRD), Morbus Sudeck
  • Tendovaginitis (Sehnenscheidentzündung), muskuläre Dysbalance


Optional kann die motorisch – funktionelle Behandlung auch bei neurologischen Erkrankungen verordnet werden:


  • ZNS- Schädigungen: z.B. Schädelhirntrauma, M. Parkinson, Multiple Sklerose, Apoplex, Blutung, zerebraler Tumor, Z. n. zerebraler Hypoxie, Cerebralparesen
  • Rückenmarkserkrankungen: z.B. Querschnittssyndrom, Poliomyelitis
  • Erkrankungen peripherer Nerven: z.B. Polyneuropathie, periphere Parese, Plexusparese

Behandlungsansätzen und Methoden:

Wir arbeiten unter Einsatz verschiedener Medien und Therapiemittel nach verschiedenen Konzepten: unter anderem nach dem Bobath – Konzept, dem Perfetti – Konzept, dem Affolter – Konzept, dem PNF- Konzept oder anderen.


Das behutsame Erweitern der Tätigkeitsfelder im Alltag steht in der Behandlung im Vordergrund. Beim ADL- Training kann für eine Person der selbständige Toilettengang, für eine andere das Autofahren oder Fahrradfahren von herausragender Bedeutung sein. Vielleicht sind es aber auch Tätigkeiten wie das Essen mit Messer und Gabel oder das unabhängige Einkaufen.


Besondere Schwerpunkte der Ergotherapie liegen hierbei vor allem:


  • im therapeutischen Einsatz unterschiedlicher Materialien (z .B. Bohnenbad, Ton, Therapieknete, Ton, Holz, Peddigrohr, Speckstein, Seidenmalerei, …)
  • in der Funktionsbezogenheit der angewandten Behandlungsmethoden
  • insbes. bei Kindern in der Berücksichtigung ganzheitlicher Entwicklungskriterien
  • in der Möglichkeit zur integrativen Förderung verschiedener Persönlichkeitsbereiche (körperlich, geistig, emotional, sozial)
  • in der Beachtung der gesamten Persönlichkeit des Patienten während der Therapie, nicht nur der gestörten Funktionen

Therapeutische Ziele:

  • Hemmung und Abbau pathologischer Haltungs- und Bewegungsmuster und Bahnen normaler Bewegungen
  • Aufbau, Aktivierung und Kräftigung der Muskulatur
  • Vermeidung von Kontrakturen (z.B. Verkürzung von Sehnen/ Kapselschrumpfung)
  • Verbesserung und Erhalt der Koordination ,der Beweglichkeit ,der Mobilität und Fortbewegung
  • Kompensation verlorengegangener Funktionen, Erlernen von Ersatzfunktionen
  • Desensibilisierung und Sensibilisierung einzelner Sinnesfunktionen
  • Narbenabhärtung
  • Schmerzlinderung
  • Training von Alltagsaktivitäten
  • Vorbereitung auf die berufliche Wiedereingliederung
  • Beratung bzgl. geeigneter Hilfsmittel und Änderungen im häuslichen Umfeld, ggf. Herstellung und Anpassung von Hilfsmitteln
  • Angehörigenberatung und -anleitung

Zur Leistung zählen insbesondere:

  • funktionelle Behandlungstechniken
  • handwerkliche ,spielerische und gestalterische Behandlungstechniken
  • Maßnahmen zur taktilen Desensibilisierung und Sensibilisierung
  • Handtherapie
  • Einhändertraining
  • Selbsthilfetraining
  • Gelenkschutzmaßnahmen
  • Training mit Technischen Hilfen, auch am PC, z.B. Cogpack
  • Belastungstraining
  • Beratung zur Integration in das häusliche und soziale Umfeld


Die Kosten werden je nach Indikationsschlüssel von allen Krankenkassen für 6 bis 60 Behandlungseinheiten übernommen. Die für Heilmittel gesetzlich vorgeschriebene Eigenbeteiligung beträgt 10 % sowie eine Zuzahlungspauschale von 10 € pro Verordnung. Kinder sind grundsätzlich von Gebühren befreit.

Hirnleistungstraining / neuropsych. orientierte Behandlung

Ein ergotherapeutisches Hirnleistungstraining/ eine neuropsychologisch orientierte Behandlung dient der zielgerichteten Therapie krankheitsbedingter Störungen der neuropsychologischen Hirnfunktionen, insbesondere der kognitiven Störungen und der daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen. In unserer Ergotherapiepraxis erfassen wir in einer umfangreichen und individuellen Anamnese ein detailliertes Zustandsbild und das entsprechende Heilungsbedürfnis. In diesem Zusammenhang werden alle Therapeutinnen Verständigung ,gegenseitige Wertschätzung über die Motivation und die aktive Beteiligung aufbauen. Für uns stellt sich die mentale und psychische Verarbeitung der Krankheit als eine wesentliche Grundlage zur bestmöglichen Genesung und Wiedererlangung der Handlungsfähigkeit dar.


Folgende neurologischen und psychischen Erkrankungen werden durch diese Behandlung begleitet:


  • Schlaganfall
  • Schädel- Hirn- Verletzungen (z.B. nach Unfall)
  • Morbus Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • zerebraler Tumor
  • geistige und psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter
  • Schizophrenie
  • Affektive Störungen
  • Dementielle Syndrome; Morbus Alzheimer


Mit diesen Funktionsstörungen/Schädigungen können Patienten zu uns kommen:


  • Störungen der kognitionsstützenden und höheren kognitiven Funktionen wie Aufmerksamkeit, Konzentration, Ausdauer, Reaktion, Merkfähigkeit und Gedächtnis
  • Einschränkungen der Orientierung zu Raum, Zeit, Ort und Person
  • Störungen der Handlungsfähigkeit und Problemlösung einschl. der Praxie
  • Sozio- emotionale Veränderungen unter anderem in den Bereichen der Steuerung von Emotionen, der Affekte oder bei der Gestaltung von Kommunikation


Mit welchen Fähigkeitsstörungen werden sie mit Hirnleistungstraining bzw. auf neuropsychologische Basis behandelt?


  • Störungen in der Kognition, in den Gedächtnisleistungen
  • Schwierigkeiten in der Selbstversorgung
  • Fähigkeitsstörungen in der Alltagsbewältigung
  • Störungen im Verhalten
  • Schwierigkeiten in der zwischenmenschlichen Interaktion /Kommunikation

Behandlungsansätzen und Methoden:

In unserer Praxis behandeln wir unsere Patienten in allen Altersstufen unter Beachtung ihrer psychischen, körperlichen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten in Interaktion mit der Umwelt. Wir arbeiten in Anlehnung an das aktuelle Praxismodell CMOP (Canadian Model of Occupational Performance). Nach einem Erstgespräch und einer umfangreiche Befunderhebung werden die Behandlungsziele gemeinsam mit Ihnen und gegebenenfalls mit Ihren Angehörigen aufgestellt und richten sich nach Ihren individuellen Bedürfnissen. Daraufhin erfolgt die Behandlungsplanung und die Therapie wird eingeleitet.

Wir analysieren die therapeutischen Ziele gemeinsam mit dem Patienten:


  • Was ist aus therapeutischer Sicht das individuelle und realistische Behandlungsergebnis?
  • Wann ist ein Ziel voraussichtlich erreichbar und welche Maßnahmen sind hierfür nötig?


Die Behandlung findet in unseren Praxisräumen und bei verordnetem Hausbesuch auch in Ihrem häuslichen Umfeld statt. Es werden verschiedene Behandlungsmethoden nach Maßgabe des Heilmittelkataloges entsprechend der Diagnose angeboten.

Therapeutische Ziele:

  • Wiederherstellung und Verbesserung der kognitiven und mnestischen Funktionen wie Selektive, geteilte Aufmerksamkeit, Vigilanz und Konzentration
  • Merkfähigkeit, Kurz- und Langzeitgedächtnis, Merkspanne
  • Orientierung zu Raum, Zeit, Ort und Person
  • Reaktionszeit und Tempo
  • Sprachlogisches und numerisches Verständnis
  • Visuelle und auditive Wahrnehmung, Wahrnehmungsgeschwindigkeit
  • Verbesserung und Erhalt der Selbstversorgung, der Alltagsbewältigung
  • Entwicklung und Verbesserung des situationsgerechten Verhaltens und der zwischenmenschlichen Beziehungen
  • Entwicklung und Verbesserung der Realitätsbezogenheit
  • Entwicklung und Verbesserung von Handlungsplanung und Problemlösungsstrategien
  • Erlangen der Grundarbeitsfähigkeiten
  • Angehörigenberatung und Anleitung


Die Kosten werden je nach Indikationsschlüssel von den Krankenkassen für 20 – 60 Behandlungseinheiten übernommen. Die für Heilmittel gesetzlich vorgeschriebene Eigenbeteiligung beträgt 10 % sowie eine Zuzahlungspauschale von 10 € pro Verordnung. Kinder sind grundsätzlich von Gebühren befreit.


Zusatzangebot nach dem Marburger Konzentrationstrainingskonzept von Dipl.-Psych. Dieter Krowatschek. Sie finden das Angebot als Private Leistung unter Konzentration

Zur Leistung zählen insbesondere:

  •  Hirnleistungstraining mit starkem Realitäts- und Biographiebezug
  • Hirnleistungstraining mit speziellen und individuell adaptierten Programmen
  • kognitive Trainingsprogramme mit spezieller Therapiesoftware, z.B. Cogpack
  • neuropsychologisch orientiertes Hirnleistungstraining
  • handlungsorientiertes Training der kommunikativen und interaktiven Fähigkeiten
  • Unterstützung zur Verbesserung des Lernverhaltens und der Grundarbeitsfähigkeiten
  • Methoden zur Entwicklung der von Selbstsicherheit und Bewältigungsstrategien
  • vorschulisches/ vorberufliches Training und Belastungsprogramme